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Die DDR

Von der Entstehung bis zur Wiedervereinigung

Der Mauerfall

Der 9. November ist wohl der Schicksalstag der Deutschen. An diesem Tag fand 1918 die Novemberrevolution statt, auf Folge dessen Deutschland zu einer Republik wurde, der Hitlerputsch ereignete sich (1923) und in der Reichskristallnacht (auch: Reichspogromnacht) ist bis heute ein Symbol für den Holocaust. Am 9. November 1989 ereignete sich jedoch wohl das emotionalste Ereignis, der Mauerfall.

Auf Grund der bereits beschriebene Proteste für Reisefreiheit und der Republikflucht beschloss die SED am 7. November eine Regelung zur Möglichkeit der ständigen Ausreise zu verabschieden. Am 9. November bestätigte das Politbüro der SED den Entwurf und der Ministerrat billigte das Vorhaben und gab als offiziellen Zeitpunkt für den Eintritt der Regelung den 10. November um 4 Uhr morgens vor.

Parallel dazu änderte das Zentralkomitee der DDR das so genannte "Umlaufverfahren" geringfügig und übergab die Daten Günter Schabowski, eine Mitglied des SED-Politbüros und beauftragte ihn mit der Veröffentlichung der Ergebnisse der ZK-Tagung in einer Pressekonferenz. In der live im Fernsehen übertragene Sendung verkündete um 18.57 Uhr verkündete dieser das neue Gesetz. Auf die Frage, wann die Regelung in Kraft trete, verkündete Schabowski auf Grund falscher Informationen: "Das tritt nach meiner Kenntnis ... ist das sofort, unverzüglich." Dieser Satz sollte in die Geschichte eingehen und gilt als ein Fehler, der Geschichte schrieb.

Auf diese Meldung, welche sich wie ein Lauffeuer verbreitete, gingen sowohl in Westberlin als auch in Ostberlin viele tausend Menschen auf die Straßen, um diesen geschichtsträchtigen Augenblick zu feiern und auszukosten. Da der Menschenauflauf immer größer wurde, wurden ab 21.20 erste Grenzübergänge geöffnet und die Ausreise aus der DDR wurde gestattet. Bis Mitternacht hatten schließlich alle Grenzübergänge Berlins geöffnet und die Ausreisenden wurden von begeisterten Westberliner empfangen. Viele Menschen erklommen die Mauer um auf die andere Seite zu gelangen, vielerorts gab es Freibier. überall lagen sich Menschen in den ä;rmen. Die Euphorie wurde in sämtliche Länder der Welt übertragen. Dieses Ereignis ist bis heute als der "Mauerfall" bekannt.

Nachdem 1990 die Wiedervereinigung beschlossen wurde, überlegte man auch, ob man den 9. November, zum Nationalfeiertag machen sollte. Dieser Plan wurde jedoch auf Grund der negativen Ereignisse wieder fallen gelassen, obwohl dieser Tag prägende Ereignisse des 19. Jahrhunderts umfasste.