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Die DDR

Von der Entstehung bis zur Wiedervereinigung

Die Geschichte der DDR

Nach dem Sieg der Alliierten über Deutschland und Ö;sterreich nach dem Zweiten Weltkrieg wurde Deutschland in vier verschiedene Besatzungszonen aufgeteilt. Diese wurden auf die größten Siegermächten, Großbritannien, Frankreich, die USA und die Sowjetunion, aufgeteilt. Mit der Zeit entfernte sich jedoch die sowjetische Besatzungszone wirtschaftlich gesehen immer weiter von den anderen Gebieten des ehemaligen Deutschen Reiches und es kam zu immer größer werdenden Spannungen zwischen den USA und Russland. Nachdem die westlichen Besatzungszonen den Marschallplan zum Wiederaufbau des Landes beschlossen, entwickelte die sowjetische Zone einen eigenen Plan zum Wiederaufbau Ostdeutschlands. Als 1948 in Westdeutschland eine Währungsreform beschlossen wurde, an der Ostdeutschland nicht beteiligt war, schien eine Aufspaltung Deutschlands unausweichlich.

Am 7. Oktober 1949, fünf Monate nach der Gründung der Bundesrepublik Deutschland, wurde schließlich auf dem Gebiet der sowjetischen Besatzungszone die Deutsche Demokratische Republik gegründet. Der erste Präsident der DDR war Wilhelm Pieck, der erste Ministerpräsident war Otto Grotewohl. Das Land wurde als "Sozialistischer Arbeiter- und Bauernstaat" errichtet und war, anders als Westdeutschland und die meisten Staaten heutzutage, keine Marktwirtschaft, war also kein kapitalistisches Land. Die Regierung stellte stets die Sozialistische Einheitspartei Deutschlands (SED), welche meist mit einer Mehrheit von 99% gewählt wurde, da politische Gegner de facto nicht geduldet und verfolgt wurden. Die DDR war Teil des, unter der Schutzherrschaft der Sowjetunion stehenden, Ostblocks.

Vor 1952 versuchte die Führung der Deutschen Demokratischen Republik das zentral-kommunistische System, aus Hoffnung einer Wiedervereinigung mit Westdeutschland, noch nicht umzusetzen. Nachdem der politische Führer der Sowjetunion, Stalin, dies jedoch durch die Stalinnote anordnete wurden nahezu alle Betriebe an das kommunistische System angepasst und somit verstaatlicht. Auf Grund der hohen Reparationszahlungen an die Sowjetunion, der fehlenden Teilnahme am Marshallplan und die Verstaatlichung von Betrieben und der Landwirtschaft entwickelte sich die Wirtschaft in der DDR wesentlich langsamer als in der Bundesrepublik Deutschland, welche zu dieser Zeit mit dem "Wirtschaftswunder" wieder international an Wichtigkeit gewann.

Die Regierung der DDR versuchte stets seine Bürger zu unterdrücken und zu kontrollieren. Deshalb wurde auch das Ministerium für Staatssicherheit (kurz: MfS, umgangssprachlich: Stasi) gegründet, welches der Geheimdienst der DDR und zugleich auch eine Ermittlungsbehörde für politische Straftaten war. Das Ministerium wurde bekannt durch seine massive überwachung, Unterdrückung und Einschüchterung der Bevölkerung innerhalb des Landes. Teilweise setzte die Stasi sogar die Folter als Mittel gegen Oppositionelle und Kritiker ein.

Bereits 1945 begannen viele Menschen aus dem Gebiet der DDR zu fliehen, da viele vor willkürlichen Maßnahmen der Sowjetunion und DDR-Organe, vor Unterdrückung und wirtschaftlichen Notständen Furcht hatten. Auf Grund der hohen Anzahl an Flüchtlingen (insgesamt etwa 2,6 Millionen Menschen, welche hauptsächlich überdurchschnittlich gut ausgebildet waren), welche immer weiter zu nahm, ließ die Regierung am 12. August 1961 in einer Nacht und Nebel Aktion eine bewachte Mauer (anfangs nur Stacheldraht) quer durch Berlin errichten. Auch die bereits bewachten Grenzübergänge außerhalb Berlins ließ man darauffolgenden Tag mit Sperranlagen, Minenfelder, Selbstschussanlagen und Grenzsoldaten verstärken. Die Berliner Mauer gilt bis heute als Symbol für die Teilung Deutschlands.

Anfang der 70er Jahre fand schließlich wieder eine Annäherung von DDR und BRD statt. Nachdem der langjährige Vorsitzende der SED, Walter Ulbricht, welcher auch andere ä;mter, wie beispielsweise den Vorsitz im Staatsrat, innehatte 1971 zurücktrat wurde Erich Honecker, welcher von der Sowjetunion unterstützt wurde, neuer Parteichef. Trotz der klaren Abgrenzung gegenüber Westdeutschlands, kam es zu einigen Abkommen, welche beispielsweise den Besuch von Familienangehörigen in der DDR erleichterte. Nachdem viele Wohnungen, welche den Lebensstandard heben sollten, errichtet wurden, verschuldete sich der Staat. Nur durch die Bonner Kredite im Jahre 1983 gelang es, eine schwere Wirtschaftskrise zu verhindern. Gegen Ende der 80er Jahre nahm der Widerstand der Bevölkerung gegen das System zu und es kam 1990 zur Wiedervereinigung Deutschlands. Diese Ereignisse werden jedoch noch explizit auf dieser Website angesprochen.