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Die DDR

Von der Entstehung bis zur Wiedervereinigung

Die Bevölkerung der DDR

Direkt nach dem Zweiten Weltkrieg lebten in der sowjetischen Besatzungszone knapp 19 Millionen Menschen. Die Größe der Bevölkerung nahm jedoch während der Existenz der DDR rapide ab, da viele Menschen aus politischen Gründen, wegen Familientrennung oder besseren Arbeitsbedingungen in Westdeutschland bis 1961 auswanderten, was jedoch eigentlich nicht erlaubt war, oder danach illegal flohen. Des Weiteren konnten politische Häftlinge von anderen Ländern frei gekauft werden, wodurch die Häftlinge die Aufenthaltserlaubnis für die DDR verloren. Ein weiterer wichtiger Aspekt ist der, in fast allen westlichen Ländern beobachtbare, Pillenknick, welcher durch die Einführung der Pille und anderer Verhütungsmethoden ab 1965 seine Spuren hinterlässt. Auch Schwangerschaftsabbrüche wurden zu dieser Zeit legalisiert. Generell ging der Trend weg von Großfamilien zu Familien mit ein bis zwei Kindern. Insgesamt verlor die DDR während ihrer 30jährigen Existenz rund 1,8 Millionen Einwohner, was einen Bevölkerungsrückgang von etwa 10% darstellte.

In der DDR war Deutsch die offizielle Amtssprache. Jedoch gibt es in diesen Gebieten noch immer Minderheiten, welche die westslawischen Sprachen Obersorbisch und Niedersorbisch sprechen. In den Gebieten der Deutschen Demokratischen Republik gab es darüber hinaus zahlreiche Dialekte wie Märkisch, Mecklenburgisch-Vorpommersch oder ostfälische Mundarten wie Heideplatt. Des Weiteren sprach man ostmitteldeutsche Dialekte wie die lausitzische Mundart. Ganz im Süden, im Vogtland, wurde auch Nordbairisch, Vogtländisch, Schlesisch und Erzgebirgisch gesprochen.

Die Großzahl der Bevölkerung in der DDR gehörte der christlichen Religion an. So gab es acht verschiedene evangelische Landeskirchen und natürlich auch die römisch-katholische Kirche, sowie unterschiedliche Freikirchen. 85% der Einwohner der Deutschen Demokratischen Republik gehörten 1950 dem evangelischen Glauben an, 10% dem katholischen Glauben. Die Anzahl gläubiger Menschen ging jedoch in den folgenden 30 Jahren rapide zurück, sodass 1989 nur noch etwa 30% aller Menschen sich zu einem Glauben bekannten. Wie in den meisten Staaten gab es auch kleine Gemeinden jüdischer Personen, ab den 80er Jahren gewannen die buddhistische, hinduistische und muslimische Religionen Mitglieder.